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Leihmutterschaft

Leihmutterschaft

Leih- (oder Ersatz-) -mutterschaft wird zu einer mehr und mehr verbreiteten Methode zur Bekämpfung der Unfruchtbarkeit in aller Welt. Die Idee der Methode besteht darin, dass eine Leihmutter die Embryos von Wunscheltern austrägt; dabei hat die Leihmutter keinen genetischen Bezug auf das von ihr ausgetragene Kind. Diese Art der Leihmutterschaft, die erst seit Ende der 70er Jahre nach der Geburt des ersten „Kindes aus dem Reagenzglas“ eingesetzt wird, heißt Leihmutterschaft über IVF. Die Anzahl der Kinder, die mit Hilfe einer Leihmutter geboren wurden, wird schon in hunderten von Tausenden gemessen. Unsere IVF-Klinik spezialisiert sich auf Leihmutterschafts-Programme und hat viel Erfahrung in ihrer praktischen Realisation.

Rechtliche Aspekte

Die Russische Föderation zählt zu den wenigen Ländern, in denen die Leihmutterschaft absolut legal ist und von entsprechenden Bestimmungen geregelt wird. Die rechtlichen Aspekte der Leihmutterschaft sind im Familiengesetzbuch der Russichen Föderation (§ 51 Abs. 4, § 52 Abs. 3), im Rahmengesetz der RF zum Gesundheitsschutz der Bürger (§ 35) und im Föderalen Gesetz zu den Zivilstandakten № 143-FZ (§ 16 Abs. 5) festgelegt. Eine Leihmutterschaft dürfen in Russland nur diejenigen Patienten in Anspruch nehmen, die bestimmte medizinische Indikationen dazu haben. Der Ehestand der Wunscheltern spielt keine große Rolle - die Leihmutterschaft kann in Russland auch von Single-Eltern eingesetzt werden, die keine offizielle Eheschließung gemacht haben. Die Staatsangehörigkeit von Wunscheltern ist auch kein wichtiger Faktor - Ausländer sind im gleichen Ausmaß berechtigt wie russische Staatsbürger, wenn es um das Ausüben des Fortpflanzungsrecht mit Hilfe der ART geht.

Zu Leihmüttern können freiwillig zustimmende Frauen im Alter von 20 bis 35 Jahren (zum Vergleich, in der Ukraine beträgt die Obergrenze 40 Jahre) werden, die bereits ein eigenes Kind und eine gute psychische sowie körperliche Gesundheit haben.

Bevor ein Reproduktionsprogramm angefangen werden kann, erteilen die Wunscheltern und die Leihmutter eine obligatorische schriftliche Einwilligung zur Teilnahme an einem Leihmutterschafts-Programm und schließen einen Vertrag zu den entsprechenden medizinischen Leistungen ab. Außer dem Vertrag mit der Klinik wird dringend empfohlen, eine besondere Vereinbarung mit der Leihmutter zu schließen, die den Programmverlauf festlegt sowie die Beziehungen zwischen den Wunscheltern und der Leihmutter in allen Phasen des Programms, Rechte und Pflichte der Parteien, Zahlweise für die Vergütung der Leihmutter und Sanktionen wegen Verletzung der genannten Vereinbarung konkretisiert. Zur Anbahnung einer solchen Vereinbarung sollte man sich an eine Rechtanwaltskanzlei, die ihren Schwerpunkt auf diesem Rechtsgebiet hat, wenden.

Nach der Geburt des Kindes ist die Leihmutter verpflichtet, ihre Einwilligung zur Eintragung der Namen der Wunscheltern ins Geburtregister als tatsächliche Eltern des Kindes zu geben. Diese Einwilligung wird direkt in der Geburtsklinik nach der Geburt des Kindes, vor der Leihmutterentlassung, abgewickelt und vom entsprechenden Beamten gegengezeichnet sowie mit dem Stempel der Geburtsklinik bestätigt. Danach wird das Kind in einem Standesamt (am Geburtssitz oder am Wohnsitz der Wunscheltern) registriert und die Wunscheltern werden eine Geburtsurkunde des Babys mit Ihren Namen als Eltern erhalten. Das Registrierungsverfahren dauert nur einen Tag. Der Name der Leihmutter wird nicht in die Geburtsurkunde eingetragen. Nach dem Eintragen der Namen der Wunscheltern ins Geburtsregister geht der Leihmutter alle Rechte auf das von Ihr ausgetragene Kind verlustig. Im Verlauf von den 15 Jahren, die seit Dezember 1995 vergangen sind, als die Leihmutterschaft in Russland offiziell legalisiert wurde, gab es noch keinen Vorfall, wo die Leihmutter die Erfüllung ihrer Pflichten abgesagt hatte und auf die Übergabe des Kindes an die Wunscheltern verzichtet hatte.

Die IVF-Klinik ist nur für die Realisation der medizinischen Komponente eines Leihmutterschafts-Programms verantwortlich und übernimmt keine Haftung für die rechtlichen Folgen, die von der Realisation eines solchen Programms verursacht werden. Zur Klarstellung aller juristischen Aspekte empfehlen wir Ihnen, eine Rechtsanwaltsagentur, die sich fachbezogen mit der rechtlichen Unterstützung der Leihmutterschafts-Programme beschäftigt, zu kontaktieren.

Single-Eltern

Eine Reihe von Juristen meint, dass die Leistungen von den Leihmüttern in Russland nur für aktenkundig registrierte Ehepaare verfügbar sind. Es stimmt nicht. Wenn die bestimmten medizinischen Indikationen zur Leihmutterschaft vorliegen, kann sich jede Frau im Fertilitätsalter unabhängig von ihrem Ehestand für eine Leihmutterschaft entscheiden.

Russland ist eines der Länder, wo das Mutterschaftsrecht jeder Frau vom Gesetz geschützt wird, unabhängig von ihrem Ehestand oder der Präsenz eines Partners. Im § 35 des Rahmengesetzes der RF zum Gesundheitsschutz der Bürger wird stipuliert: "Jede volljährige Frau im Fertilitätsalter hat das Recht auf künstliche Befruchtung und Embryo-Einpflanzung. Die künstliche Befruchtung und die Einpflanzung des Embryos erfolgt in Einrichtungen, die im Besitz einer Erlaubnis zur medizinischen Tätigkeit sind, soweit eine schriftliche Einwilligung der Single-Frau vorhanden ist. Die Informationen von der durchgeführten künstlichen Befruchtung und Embryo-Einpflanzung sowie von der Spenderidentität unterliegen dem Arztgeheimnis."

Auf diese Weise hat der Ehestand bei der Realisation eines Reproduktionsprogrammes mit Hilfe der ART in Russland keine Bedeutung, soweit die Frau im Rahmen eines Reproduktionsprogramms als einzige Patientin wirken kann und die Vaterschaftsfrage nachher nach eigenem Ermessen erledigen darf, wie vom gültigen Familiengesetzbuch der RF vorausgesetzt wird. Die einzige Nebenbedingung ist das Alter - die Frau muss volljährig sein, d.h. mehr als 18 Jahre und im "Fertilitätsalter". Offensichtlich versteht der Gesetzgeber darunter ein Alter, in dem man ein Kind austragen und zur Welt bringen kann. Die letzten Errungenschaften der ART, mit denen auch hochbetagte Damen Mütter werden können, wandelt diese Einschränkung in Russland in nur eine Formsache um.

Eine Ablehnung der Ausübung eines legitimen Mutterschaftsrechts und auf die Registrierung der von Leihmüttern ausgetragenen Kindern ist unberechtigt und kann vor Gericht angefochten werden. Die ersten Präzedenzfälle wurden in Russland bereits geschaffen.

Im Sommer des Jahres 2008 kam für eine 45-jährige unverheiratete Frau eine Tochter zur Welt, die von einer Leihmutter ausgetragen worden war. Die Beamten des Kreistandesamtes Prikubanskij haben auf die Registrierung des Single-Elternteils verzichtet, obwohl die Leihmutter alle gesetzlich bestimmten Dokumente unterzeichnet hatte. Dabei meinten die Beamten, dass die zur Welt bringende Leihmutter die legitime Mutter des Mädchens wäre. Als eine "Kompromissentscheidung" wurde der Wunschmutter vorgeschlagen, das eigene Kind zu "adoptieren". Auf Empfehlung der Juristen hat die Wunschmutter eine Klage zur Feststellung der mütterlichen Abstammung anhängig gemacht. Dennoch wurde der Konflikt außergerichtlich belegt. Die Richterin des Kreisgerichts Prikubanskij, Elena Bereschinskaja, die den Prozess betrieben hatte, wies die Beamte des Standesamtes darauf hin, dass sie durch ihre Erklärung dem Gesetz zuwiderhandelt hatten. Sie betonte, dass "man zu solchen Fällen nicht formalrechtlich, sondern aus dem Geiste des Gesetzes heraus entscheiden soll und dabei die Interessen des Kindes und der Mutter wahrnehmen muss". Ihrer Meinung nach haben sich die Beamten vom Prinzip "es kann zu keinem guten Ende führen" leiten lassen. Das Standesamt hat die Klägerin als legitime Mutter des Kindes anerkannt, ohne auf ein offizielles Gerichtsurteil zu warten.

Im Frühling 2009 wurde eine 35-jährige ledige Bürgerin von Sankt Petersburg Mutter. Man würde meinen, dass das keine ganz besondere Geschichte sei - Geburten im reifen Alter kommen immer öfter vor und etwa 30% der russischen Gebärenden haben keine Heiratsurkunde. Die Eigenschaft der Situation bestand darin, dass das Kind von einer Leihmutter ausgetragen wurde und das ganze Programm mit Hilfe von individuell gespendeten Spermien verwirklicht wurde.

Nach der Geburt des Kindes hatte die Leihmutter einwilligt, dass die genetische Mutter ins Geburtsregister eingetragen werden musste. Allerdings traten bei der Registrierung des Kindes Probleme auf. Das Standesamt Kalininskij von Sankt Petersburg lehnte die Registrierung des Babys mit folgender Begründung ab: der Registrierungsverfahren für ein Kind, das von einer Leihmutter für eine Single-Mutter geboren wurde, sei von der geltenden Gesetzgebung nicht geregelt worden und ein Leihmutterschafts-Programm aus sich heraus nach § 7 der Anordnung des Gesundheitsministeriums der RF № 67 von 26.02.2003 sei nur für verheiratete Ehepaare vorgesehen.

Die Streitigkeit wurde in einem gerichtlichen Verfahren beigelegt. Im Gerichtsurteil des Kreisgerichts Kalininskij von Sankt Petersburg wurde hervorgehoben, dass im Sinne vom bereits angeführten § 35 des Rahmengesetzes der RF zum Gesundheitsschutz der Bürger eine Single-Frau die gleichen Rechte wie verheiratete Frauen auf die Realisierung ihrer Mutterschaftsfunktion hat.

Das Gericht hat auch eindeutig konstatiert, dass die restlichen gesundheitsschutz- und familienplanungsbezogenen Rechtssatzungen keine Sperren oder Hindernisse hinsichtlich der Mutterschaft für eine unverheiratete Frau sind. Vom Gericht wurde herausgestellt, dass der Verweis des Beamten vom Standesamt auf § 7 der Anordnung des Gesundheitsministeriums der RF № 67 vom 26.02.2003 “Zum Einsatz der assistierten Reproduktionstechnologien (ART) bei der Therapie der Unfruchtbarkeit bei Frauen und Männern” gegenstandlos ist, insofern Abs. 1 des genannten Paragraphs darauf hindeutet, dass die rechtlichen Aspekte der Leihmutterschaft von den Bestimmungen der aktiven Gesetzgebung festgelegt werden, d.h. die Anordnung № 67 keine Kraft im Sinne der Regelung der rechtlichen Aspekte der Leihmutterschaft hat.

Das Gericht hat hervorgehoben, dass § 51 Abs. 4 des Familiengesetzbuches der RF nur ein spezifischer, einer von vielen möglichen Fällen vorsieht - der Fall der Registrierung eines Kindes, das infolge der Realisation eines Leihmutterschafts-Programmes im Auftrag von verheirateten Personen geboren wurde: „Die verheirateten Personen, die eine Einwilligung in Schriftform zum Einsatz der Methode der künstlicher Befruchtung und Embryo-Einpflanzung erteilt haben, werden im Fall der Geburt eines Kindes infolge des Methodeneinsatzes als seine Eltern ins Geburtsregister eingetragen. Die verheirateten Personen, die eine Einwilligung in Schriftform zur Einpflanzung des Embryos in eine andere Frau erteilt haben, können nur mit Einwilligung der Frau, die das Kind geboren hatte (der Leihmutter), als Eltern des Kindes eingetragen werden.“

Die Richterin Anna Kortschagina, die dieses Urteil gefällt hat, hat erwähnt, dass die Standesämter diese spezifische Rechtssatzung (§ 51 Abs. 4 FGB RF) fehlerhaft als generell behandeln und daraus die falsche Schlußfolgerung ziehen, dass eine Single-Frau zur Teilnahme an einem Leihmutterschaft-Programm nicht berechtigt ist. Das Gericht hat rechtmäßig darauf hingewiesen, dass eine solche Auslegung des Gesetzes gegen die Rechte der Bürger verstoßt, die von Art. 38, 45 und 55 der geltenden Verfassung der Russischen Föderation stipuliert sind.

Das Gericht hat außerdem darauf hingewiesen, dass die Erklärung der Leihmutter allenfalls nur nachweist, dass sie keine Ansprüche auf die Registrierung als Mutter des Kindes, das infolge des Leihmutterschaft-Programms geboren wurde, erhebt. Zur Gewährleistung der Rechte der Leihmutter geht § 51 Abs. 4 Kl. 2 FGB RF dahin.

Das Gericht hat einen Schlußpunkt an eine alte Diskussion zur Realisierbarkeit eines gemeinsamen Leihmutterschafts-Programms für unverheiratete Wunscheltern gesetzt. Nach dem Gerichtsurteil spricht der Standpunkt der Beamten der Standesämter, die genetische Eltern dazu zwingen, einander ohne einen mutualen Wunsch zu heiraten, § 12 FGB RF wider, wo als formwesentliche Bedingung zur Eheschließung eine ungezwungene Einwilligung der beiden Partner festgelegt ist.

Aus § 51 Abs. FGB RF kann wirklich nicht entnommen werden, das ein Paar, welches sich für eine Leihmutterschaft entscheidet, unbedingt verheiratet sein muss. Die Eheschließung wird vom Gesetz nur als eine der Bedingungen zum Eintrag der Eltern ins Geburtsregister nach der Geburt des Kindes dargelegt, das aber nicht als eine obligatorische Bedingung zu Beginn eines Leihmutterschaft-Programms in der IVF-Klinik gilt. Auf jeden Fall ist diese Einschränkung nicht angebracht, da kein Gesetz die Menschen zur Eheschließung zwingen oder das Naturrecht der Menschen auf ein gemeinsames Kind ohne Eheschließung einengen darf.

Indikationen

In der Russischen Föderation können die Leistungen einer Leihmutter nur mit Präsenz von bestimmten medizinischen Indikationen in Anspruch genommen werden, die von der Anordnung des Gesundheitsministeriums der RF № 67 "Zum Einsatz der assistierten Reproduktionstechnologien (ART) bei der Therapie der Unfruchtbarkeit bei Frauen und Männern" definiert sind. Die Liste von Indikationen ist ziemlich lang. So sind unbedingte Indikationen zu einer Leihmutterschaft wie folgt:

- Gebärmutterverlust;
- Deformierung des Gebärmutterhalses bzw. -hohlraums;
- Synechien (Verwachsungen) des Gebärmutterhohlraums, die nicht behandelt werden können;
- körperliche Erkrankungen, bei denen eine Schwangerschaftsaustragung kontraindiziert ist;
- fehlgeschlagene Neuversuche der IVF nach mehrfacher Gewinnung von Embryos von hoher Qualität, dessen Transfer zu keiner Schwangerschaft geführt hat.

Sozialen Indikationen werden nicht als Grund zum Einsatz der Leihmutterschaft betrachtet.

Untersuchungen

Alle Untersuchungen können innerhalb kürzester Frist in unserer Klinik durchgeführt werden. Die Ärzte unserer Klinik akzeptieren auch Befunde anderer (darunter ausländischen) medizinischen Einrichtungen. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie alle Unterlagen Ihrer Anamnese vorher sammeln und ein spezielles Formular ausfüllen. Bei Bedarf kann auch eine Wiederholungsuntersuchung vorgeschrieben werden.

Untersuchungen für Leihmütter:

- Blutgruppe und Rh-Faktor;
- Bluttests auf Syphilis, HIV, Hepatitis В und С (3 Monate gültig);
- Infektionen-Screening: Chlamydiosis, genitaler Herpes, Ureaplasmose, Mykoplasmose, Zytomegalie, Röteln (6 Monate gültig);
- Harnuntersuchung (1 Monat gültig);
- Blutbild + Gerinnbarkeit (1 Monat gültig);
- biochemische Blutanalyse: ALAT, ASAT, Bilirubin, Blutzucker, Harnstoff (1 Monat gültig);
- Schirmbildfotografie (1 Jahr gültig);
- Abstriche aus der Harnröhre und aus dem Zervikalkanal (1 Monat gültig);
- zytologische Untersuchung der Gebärmutterhalsabstriche;
- Befund von einem Therapeut, dass die Leihmutter keine Gegenanzeige auf Schwangerschaftsaustragung hat (1 Jahr gültig);
- Befund von einem Psychiater (einmal);
- allgemeine und spezifische gynäkologische Untersuchung (vor jedem Versuch der Supereisprunginduktion).

Untersuchungen für Wunscheltern

Alle Untersuchungen können innerhalb kürzester Frist in unserer Klinik durchgeführt werden. Die Ärzte unserer Klinik akzeptieren auch Befunde anderer (darunter ausländischen) medizinischen Einrichtungen. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie alle Unterlagen Ihrer Anamnese vorher sammeln und ein spezielles Formular ausfüllen. Bei Bedarf kann auch eine Wiederholungsuntersuchung vorgeschrieben werden.

Untersuchungen für Partnerin

obligatorisch:

- allgemeine und spezifische gynäkologische Untersuchung;
- Ultraschalluntersuchung der Organe des kleinen Beckens;
- Blutgruppe und Rh-Faktor;
- Blutbild mit Gerinnungszeit (1 Monat gültig);
- Bluttests auf Syphilis, HIV, Hepatits В und С (3 Monate gültig);
- Abstriche aus der Harnröhre und aus dem Zervikalkanal;
- Befund von einem Therapeut zum allgemeinen Gesundheitszustand.

nach Indikationen:

- Untersuchung der Gebärmutter und Eileiter (Hysterosalpingografie oder Hysterosalpingoskopie und Laparoskopie);
- Endometriumbiopsie;
- mikrobilologische Untersuchung des Materials aus der Harnröhre und aus dem Zervikalkanal;
- zytologische Untersuchung der Gebärmutterhalsabstriche;
- Bluttests auf FSH, LH, Estradiol E-2, Prolaktin, T, Hydrokortison, P, T-3, T-4, TSH, STH;
- Test auf Spermatozoen- und Antiphospholipid-Antikörper;
- Infektionen-Screening (Chlamydiosis, Urea- und Mykoplasmose, Herpes simplex, Zytomegalie, Toxoplasmose, Röteln);
- Befunde anderer Fachleute (nach Indikationen).

Im Falle, dass in einem Leihmutterschaft-Programm gespendete Eizellen eingesetzt werden, braucht die Patientin nur einen ärztlichen Befund, dass sie keine Schwangerschaft austragen kann und dass der Einsatz der gespendeten Eizellen sinnvoll ist.

Indikationen zur Realisation eines Leihmutterschaft-Programms mit Einsatz der gespendeten Eizellen:

- Eizellenmangel, der von einer natürlichen Menopause, Ovarialinsuffienz, Ovarektomie, Strahlen- bzw, Chemotherapie sowie von den Entwicklungsanomalien (Gonadendysgenesie, Turner-Syndrome u. Ä.) verursacht wurde;
- funktionelle Inferiorität der Eizellen bei Frauen mit geschlechtsgebundenen Erbkrankheiten (Hämophilie, Muskeldystrophie Duchenne, X-gekoppelte Ichthyosis, peroneale Muskelatrophie Charcot-Marie-Tooth u. Ä.);
- fehlgeschlagene Neuversuche der IVF bei unzureichender Reaktion der Eierstöcke auf Supereisprunginduktion und einer mehrfachen Gewinnung der Embryos von niedriger Qualität, dessen Transfer zu keiner Schwangerschaft geführt hat.

Untersuchungen für Partner

obligatorisch:

- Bluttests auf Syphilis, HIV, Hepatitis B und C (3 Monate gültig);
- Spermiogramm.

nach Indikationen:

- Blutgruppe und Rh-Faktor;
- Befund von einem Andrologen;   
- Infektionen-Screening (Chlamydiosis, Urea- und Mykoplasmose, Herpes simplex, Zytomegalie).

Für die Patienten über 35 Jahre ist i. d. R. eine medizinisch-genetische Beratung erforderlich.

Programmphasen:

  • Selektion der Leihmutter;
  • Synchronisierung der Zyklen der Leihmutter und genetischer Mutter;
  • Supereisprunginduktion;
  • Monitoring der Follikelgenese und Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut;
  • Follikelpunktion und Eizellentnahme;
  • Samengewinnung;
  • Eizellbefruchtung und Züchtung der gezeugten Embryos In-Vitro;
  • Embryo-Transfer in die Gebärmutter der Leihmutter;
  • Aufrechterhaltung der lutealen Phase des stimulierten Menstrualzyklus;
  • Schwangerschaftsdiagnostik in der Anfangsphase;
  • Vorgeburtliche Pflege für die Leihmutter.

Selektion der Leihmutter

Unsere Klinik verfügt über eigene Datenbank von Leihmüttern, die bereits nach den Vorschriften der Anordnung № 67 GM RF untersucht worden sind und für die Teilnahme an diesem Programm passend sind. Wir haben keine Warteliste und können somit mit Ihrem Leihmutterschaft-Programm sofort beginnen.

Manchmal können Verwandte oder Bekannte der Wunscheltern als Leihmutter auftreten.

Zur Selektion einer Leihmutter können Sie sich  an spezialisierte Agenturen wenden. Bei der Auswahl sind in erster Linie Professionalität und Erfahrung auf diesem Gebiet zu beachten. Eine selbständige Suche nach einer Leihmutter per Internet ist die schlechteste aller möglichen Optionen und es wird dringend davon abgeraten.

Synchronisierung der Zyklen der Leihmutter und genetischer Mutter

Die Synchronisierung der Zyklen ist dazu bestimmt, den ersten Embryo-Transfer-Versuch in einem frischen Zyklus ohne Kryokonservierung zu realisieren, was die Chancen auf eine Schwangerschaft mit dem ersten Versuch wesentlich erhöht. Im Falle dass die Wunschmutter bestimmte Indikationen zur Eizellspende hat, darf sie eine Eizellspenderin aus der Datenbank unserer IVF-Klinik auswählen. Die Auswahl einer anonymen Eizellspenderin kann von den Patienten der Klinik selbstständig und freiwillig auf der Grundlage einer phänotypischen Beschreibung getroffen werden. Der Menstrualzyklus der Leihmutter wird in diesem Falle mit dem Zyklus der Eizellspenderin synchronisiert. In speziellen Fällen wird es empfohlen, das Programm mit einer Double-Leihmutter auszuführen, wenn eine gleichzeitige Synchronisierung des Zyklus der Patientin mit zwei Leihmüttern erfolgt. Dieses Programm ist technisch etwas komplizierter, aber es kann die Chancen auf Erfolg mit dem ersten Versuch wirklich verbessern. Es ist insbesondere für Patientinnen über 40 Jahre ausschlaggebend.

Supereisprunginduktion

Damit die Chancen auf Befruchtung höher werden, werden für die Patientinnen hormonale, Follikelgenese stimulierende Präparate vorgeschrieben. Die Einnahme von solchen Präparaten führt zur Entwicklung von mehreren (im Gegensatz zu nur einer im Normallfall) Eizellen in den Eierstöcken der Patientin. Als Erreger der Supereisprunginduktion werden nur vorschriftsmäßig auf dem Territorium der Russichen Föderation registrierte Präparate eingesetzt. Stimulationsregime, gegebene Präparate, Dosenkorregierungen und Änderungen der Induktionsmethodik sind die Aufgaben des behandelnden Arztes und werden individuell mit Rücksicht auf medizinische Anzeigen gemacht.

Die Stimulation wird in der Regel ab dem 2. bis 3. Tag des Zyklus angefangen und dauert 10 bis 12 Tage (kürzere Methodik) oder ab dem 21. Tag des Zyklus (längere Methodik). Bei der Supereisprunginduktion können folgende Präparatgruppen verwendet werden: selektive Östrogenrezeptormodulatoren (SÖRM), Gonadotropine (humanes Menopausengonadotropin - hMG, follikelstimulierendes Hormon - FSH, rekombinantes FSH - rFSH, rekombinantes luteinisierendes Hormon - rLH, chorionisches Gonadotropin - CG), Agonisten des Gonadotropin-Releasing-Hormons (a-GnRH), Antagonisten des Gonadotropins-Releasing-Hormons (ant-GnRH).

Monitoring der Follikelgenese und Entwicklung der Geb ärmutterschleimhaut

Im Laufe der Stimulation wird ein reguläres Ultraschall- und Hormonmonitoring ausgeführt. Diese Prozedur lässt die ovarielle Reaktion auf die Stimulation einschätzen, Follikelanzahl und Wachstumintensität ermitteln, ggf. das ausgewählte Stimulationsregime korrigieren sowie den Zeitpunkt zur Eingabe des CG-Präparats, das die endgültige Reifung der Eizellen sichert, abgreifen.

Das Ultraschallmonitoring ist die Basismethode der dynamischen Kontrolle über die Follikel- und Endometriumentwicklung bei der Supereisprunginduktion. Bei diesem Monitoring wird die Follikelanzahl und der Mitteldurchmesser (als Summe der zwei Dimensionen) konstatiert und die Endometriumsdichte bemessen.

Das Hormonmonitoring besteht in der dynamischen Ermittlung der Estradiol- (E-2) und Progesteron-Konzentration (Prg) im Blut und ergänzt die Angaben des Ultraschallmonitorings für die Beurteilung der funktionellen Reife der Follikel.

Abschlusskriterien für die Supereisprunginduktion und CG-Verschreibung

Die Abschlusskennzahlen für  die Supereisprunginduktion sind der Durchmesser von dem (den) führenden Follikel: mehr als 17 mm, und Endometriumdichte: 8 mm und mehr. Zusäztliche Informationen zur Follikelreifheit können durch die Aktivitätsermittlung der Steroidogenese (E-2-Konzentration im Blutplasma) erworben werden. Damit die Reifung der Eizellen abgeschlossen wird, gibt man das CG (empfehlenswerte Dosis von 5 000 - 10 000 ME einmalig, intramuskulär) ein.

Follikelpunktion und Eizellentnahme

Die Follikelpunktion der Eierstöcke und Eizellentnahme erfolgt 32 bis 40 Stunden nach der CG-Eingabe. Die Prozedur wird ambulant mit Einsatz der transvaginalen Methode unter Ultraschallkontrolle und intravenöser Narkose im kleinen Operationssaal durchgeführt. Wenn eine transvaginale Punktion nicht möglich ist (atypischer Eistöcke-Situs u. Ä.), können die Eizellen durch eine Laparoskopie entnommen werden. Die Punktion dauert nicht mehr als 15-20 Minuten und setzt die Patientin keiner Gefahr aus. Nach der Punktion erholt sich die Patientin in einem postoperativen Bettraum unter Überwachung des medizinischen Personals und schon nach Ablauf von 1,5-2 Stunden kann sie sich nach Hause begeben.

Gewinnung und Markierung des Samens zur IVF

Zur IVF wird spezifisch aufbereiteter Samen des Mannes bzw. Samenspenders eingesetzt. Vor der Samenentnahme ist eine sexuelle Enthaltung für 3-5 Tage empfohlen. Die Entnahme erfolgt direkt in der Klinik in einem dazu bestimmten Raum. Der Samen kann kryokonserviert und in der Kryobank der Klinik zur zukünftigen Verwendung aufbewahrt werden.

Die Auswahl eines anonymen Samenspenders kann von den Patienten der Klinik selbstständig und freiwillig auf der Grundlage einer phänotypischen Beschreibung getroffen werden.

Eizellbefruchtung und Züchtung der gezeugten Embryos In-Vitro

Die infolge der Follikelpunktion gewonnene Follikelflüssigkeit wird in die Petrischale angebracht. Das Aspirat wird mit einem Stereomikroskop untersucht. Dabei wird die Qualität der entnommenen Eizellen ausgewertet, demnach werden sie zum Nährmedium transferiert. Die Schale mit den Eizellen stellt man in den Inkubator, wo Gebärmutterverhältnisse simuliert werden.

Sowohl native, als auch kryokonservierte Spermien werden vor dem Einsatz vom Samenplasma abgewaschen. Der Anteil der morphologisch normalen und motilsten Spermien wird von den restlichen Spermatozoen getrennt. Zum jetzigen Zeitpunkt werden 2 Hauptmethoden der Samenaufbereitung verwendet: Aufschleuderung durch Schlämmung und Aufschleuderung im Dichtegradient.

Im Falle von ungenügenden Kennwerten des Spermiogramms kann eine ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) empfohlen werden, was die Befruchtung sogar mit wenigen gesunden Spermien zulässt.

Die Befruchtung der Eizellen kann in 12 bis 18 Stunden ausgewertet werden. Die Embryos werden in einem speziellen Inkubator für 2 bis 5 Tage kultiviert.

Embryo-Transfer in die Gebärmutter der Leihmutter

Der Embryo-Transfer in den Gebärmutterhohlraum kann in diversen Entwicklungsphasen erfolgen.

Im Normalfall werden nicht mehr als 3 Embryos pro Mal transferiert. Unsere Ärzte empfehlen das Transferieren von nicht mehr als 2 Embryos von hoher Qualität. Dennoch können bei einer niedrigen Erfolgswahrscheinlichkeit auch mehrere Embryos transferiert werden. Der Transfer wird mittels speziellen Leitungssonden über den Zervikalkanal verwirklicht. Es ist eine schmerzfreie Prozedur, die ambulant ausgefürt wird.

Bei einer Passagestörung des Zervikalkanals können die Embryos auch transmyometral (transvaginal, transabdominal bzw. transuteral) transferiert werden.

Zur Chancenerhöhung der erfolgreichen Einpflanzung kann auch das sogenannte assistiertes Hatching verwendet werden - die Außenschale des Embryos wird vor dem Transfer in die Gebärmutter zerschnitten.

Die Chancen darauf, dass eine Schwangerschaft erreicht wird, können auch gesteigert werden, wenn sich die Leihmutter in einer speziellen Krankenstation der IVF-Klinik für 3-5 Tage nach dem Tag des Embryo-Transfers aufhält.

Aufrechterhaltung der lutealen Phase des stimulierten Menstrualzyklus

Die Aufrechterhaltung der lutealen Phase eines stimulierten Menstrualzyklus wird üblicherweise mittels Progesteron-Präparaten oder Analogen realisiert.

Bei niedriger Wahrscheinlichkeit des ovariellen Hyperstimulationssyndroms (OHSS) kann die Aufrechterhaltung der lutealen Phase des Zyklus auch die Einnahme der CG-Präparate miteinschließen, die am Tag des Embryo-Transfers mit Abstand von 2 bis 4 Tagen vorgeschrieben werden.

Schwangerschaftsdiagnostik in der Anfangsphase

Die Schwangerschaftsdiagnostik aufgrund dem β-CG-Gehalt im Blut oder Harn wird in 12 bis 14 Tagen nach einem Embryo-Transfer durchgeführt. Eine Ultraschalldiagnostik des Fötus ist ab dem 21. Tag nach dem Embryo-Transfer möglich.

Vorgeburtliche Pflege für Leihmutter

Die vorgeburtliche Pflege nach einer IVF und insbesondere im Falle eine Leihschwangerschaft hat viele Besonderheiten. Unsere Klinik spezialisiert sich auf die Pflege für solche Schwangerschaften ab der Zeugung bis zur Geburt. Sie können eine vorgeburtliche Pflege in unserer Klinik trimesterbasiert oder für die ganze Schwangerschaftdauer bestellen.

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